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Unsere Geschichte

Gleichzeitig mit der Errichtung der medizinischen Fakultät an der Universität Graz fassten einige Studenten unter Führung von Medizinern den Plan, eine neue akademische Verbindung zu gründen.

 Die neue Verbindung, die mit der Gründung der neuen Fakultät im Jahre 1863 aus der Taufe gehoben wurde, erhielt den Namen Teutonia.

 Als Gründungsdatum wurde der 28. Oktober gewählt. Am 17. April 1864 wurde das erste Kartell auf österreichischem Boden mit Saxonia Wien geschlossen, welches bis heute besteht, und am 25. Februar 1866 erklärte sich Teutonia zum Akademischen Corps.

Im Laufe der weiteren Entwicklung traten Hörer beider Grazer Hochschulen in das Corps ein. In den folgenden wechselnden Zeitströmungen blieb das Corps seinen Prinzipien treu und mußte zeitweise gegen große Schwierigkeiten ankämpfen. So mußte am 5. November 1891 die Suspension erfolgen. Nach dem ersten Weltkrieg erfolgte mit Unterstützung des Corps Joannea die Rekonstitution.

 Das Jahr 1938 brachte dann die allgemeine Auflösung der Korporationen. Nach dem zweiten Weltkrieg führten Alte Herren und junge Studenten die Rekonstitution des Corps mit den altbewährten Grundsätzen durch.

Das Corps sieht als Hauptaufgabe die Erziehung junger Studenten zu charaktervollen und tatkräftigen Menschen. Dabei wird die Freiheit des Einzelnen in politischer und religiöser Hinsicht vollkommen gewahrt. Es werden die traditionellen studentischen Sitten gepflegt, um die Erfahrungen unserer Vorfahren an die jungen Studenten weiter zu geben.

 Der junge Mensch soll die Leistungen seines Vaterlandes voll Stolz achten und seine Heimat lieben lernen, aber auch einen offenen Blick für die Umwelt erwerben. Das Corps fordert die Erfüllung der freiwillig übernommenen Pflichten und die Entwicklung einer ausgeprägten Selbsterziehung. Insbesondere soll durch die Pflege der alten waffenstudentischen Bräuche das Selbstvertrauen und die Einsatzwilligkeit jedes einzelnen gestärkt werden, um ihn für das Berufsleben zu einem mutigen und ehrenhaften Vertreter des akademischen Standes zu bilden.

 Zusätzlich zur fachlichen Ausbildung durch die Hochschule soll das Corps die menschliche Vervollkommnung und Reifung des Studenten fördern. Diese Aufgabe wird besonders durch den Erfahrungsaustausch zwischen alten und jungen Corpsangehörigen gefördert, die in freundschaftlicher Gemeinschaft verbunden sind. Das öffentliche Auftreten des Corps darf nicht für parteipolitische Zwecke erfolgen, sondern nur für studentische Belange.

 Wohl aber wird durch öffentliche Festakte die Verbindung des Corps mit der Hochschule und ihren akademischen Lehrern gepflegt, wie überhaupt jeder Corpsangehörige verpflichtet ist, das Ansehen seiner Hochschule nach bestem Können zu vermehren.

 Das Corps ist in erster Linie eine Ausdrucksform studentischen Lebens, verbindet jedoch seine Angehörigen weiterhin für das ganze Leben mit einem festen Freundschaftsband.